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Natur erleben und festhalten
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Andrea11 Site Admin
Anmeldedatum: 17.04.2008 Beiträge: 2263 Wohnort: Pune Indien
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Verfasst am: 10 Sep 2008 08:44 Titel: Urknall |
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| Zitat: |
Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war,
ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebahr,
das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
den alten Rang, den Raum ihr streitig macht,
und doch gelingt's ihm nicht, da es, so viel es strebt,
verhaftet an den Körpern klebt.
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Selbst in England beschäftigt man sich intensiv mit diesem Thema (obwohl es auf dem Kontinent statt findet) das auch im Unterricht im Moment heiß debattiert wird und wie man gestern hier den Nachrichten entnehmen konnte auch nicht unumstritten ist.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/259/90169/
Ich selber bin von dem wissenschaftlichen Experiment fasziniert auch wenn es mir einen kleinen Schauer über den Rückenlaufen läst bei den Gedanken was möglich wäre und wo die Grenzen des Möglichen seien sollten.
Was noch kalkulierbar ist und wo wir unsere Grenzen der menschlichen Kompetenz überschreiten.
Wo Chaos nur als Theorie existiert und Elemente erforscht werden die man nur dunkel wahrnimmt.
Mein Sohn dachte gleich an das Restaurant am Ende des Universums und machte sich schon mal als Anhalter bereit
Wie seht ihr dieses Experiment?
LG
Andrea _________________ When preparing to travel, lay out all your clothes and all your money. Then take half the clothes and twice the money. |
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Andreas
Anmeldedatum: 28.04.2008 Beiträge: 38 Wohnort: Region Hannover
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Verfasst am: 11 Sep 2008 21:15 Titel: Re: Urknall |
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| Andrea11 hat Folgendes geschrieben: |
| Wie seht ihr dieses Experiment? |
Als sehr an der Physik interessierte Person bin ich schon sehr gespannt auf die Ergbenisse. Dennoch hätte ich es aber lieber gesehen, wenn die ganzen Kosten und Mühen in ein Projekt investiert worden wären, welches den Menschen (besonders den notleidenden) nicht nur Wissen, sondern auch Nutzen bringen könnte. |
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Andrea11 Site Admin
Anmeldedatum: 17.04.2008 Beiträge: 2263 Wohnort: Pune Indien
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Verfasst am: 11 Sep 2008 23:11 Titel: Re: Urknall |
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| Andreas hat Folgendes geschrieben: |
| Andrea11 hat Folgendes geschrieben: |
| Wie seht ihr dieses Experiment? |
welches den Menschen (besonders den notleidenden) nicht nur Wissen, sondern auch Nutzen bringen könnte. |
Ich denke das grade bei den Grundlagenforschungen, um die es ja hier geht, wenn ich alles richtig verstanden habe, man nie eine Kosten Nutzen Abwägung machen kann und wer weiss welche Erkenntnisse einmal daraus resultieren die allen zu Gute kommen und Probleme lösen.
Ich bin in der Hinsicht einfach nicht genug im akademischen Bereich verwurzelt um dies beurteilen zu können oder sagen wir es einfacher ich bin zu blöd dazu um zu verstehen worum es im wesendlichen bei den Grundlagenforschungen in der Physik geht.
Ich denke aber, dass jede Erkenntnis die heute als selbstverständlich für uns gilt auch erst einmal definiert worden ist, wenn auch vielleicht mit bescheideneren Mitteln, und Grundlage war für viele Entwicklungen.
Ich will dabei nicht richten ob zum Guten oder Bösen, aber alle Theorien dieser Welt sind ja nur solange von Bestand bis sie widerlegt werden.
Vielleicht ist dies einer dieser Momente und wenn nicht wir dann werden unsere Kinder die Nutzer der neuen Erkenntnisse die gewonnen werden.
Ich denke, nein ich bin der festen Überzeugung es gibt andere Ausgaben auf dieser Welt die besser angelegt wären und weniger Nutzen bringen und mehr Zerstörung verursachen als diese.
Was mich mehr erschreckt ist, das man auch hier von einem Gefahrenpotenzial ausgehen könnte.
Es wurde immer wieder erwähnt wie eng viele Nationen hier zusammen gearbeitet haben, aber wenn Kritik laut wird und nicht von einem Niemand aus Prestige Gründen sondern jemanden den man ernst nehmen sollte dann finde ich Reaktionen darauf als Laie sehr dürftig.
Vielleicht bin ich da zu naiv, aber ich dache immer das eine Verständigung, über das Politische hinaus grade im Wissenschaftlichen Bereich nötig, wenn nicht gar essentiell ist und dies zu erreichen, eins der wesendlichen Ziele unserer Welt.
Man darf mir gerne widersprechen und mich vom Gegenteil überzeugen (Laut meinem Mann soll dies aber nicht einfach sein)
LG
Andrea _________________ When preparing to travel, lay out all your clothes and all your money. Then take half the clothes and twice the money. |
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Hermann
Anmeldedatum: 22.04.2008 Beiträge: 82
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Verfasst am: 12 Sep 2008 07:56 Titel: Re: Urknall |
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| Andrea11 hat Folgendes geschrieben: |
Vielleicht bin ich da zu naiv, aber ich dache immer das eine Verständigung, über das Politische hinaus grade im Wissenschaftlichen Bereich nötig, wenn nicht gar essentiell ist und dies zu erreichen, eins der wesendlichen Ziele unserer Welt.
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Hallo Andrea,
im Wissenschaftsbetrieb stehen die ProfilneuROSEN genauso in voller Blüte wie woanders auch, soll heißen, es geht vielfach nur darum, etwas zu entdecken/als erster zu machen + die entsprechenden Lorbeeren einzustecken; uU stehen noch Konzerne dahinter, die die Entdeckungen ausschlachten wollen.
Ein sehr schönes Beispiel ist mE Einstein, der Entdeckungen in der Quantenphysik, nämlich den "Informationsaustausch" zwischen Paar-Protonen, konsequent ignoriert hat, da sie das von ihm propagierte Weltbild in Frage stellen. Auch heutzutage gibt es noch keine Erklärung für diesen "Informationsaustausch", die sich im Rahmen des Weltbildes bewegt, das uns von Schule/Gesellschaft als "wahr" eingetrichtert wird.
Nicht zu vergessen die Medien, die sich auch noch auf die hirnrissigsten Verlautbahrungen diverser Wissenschaftler stürzen + sie groß + breit durchkauen, sehr schönes Beispiel ist der "cerebrale Determinismus", mE ein Großangriff auf die Menschenwürde ..... aber es scheint in jeder Zeit/in jedem gesellschaftlichen System solche Großangriffe zu geben, die sich dann auch noch als das non-plus-ultra der Wissenschaft etikettieren.
Ob dieser Versuch in der Schweiz so gefährlich/ungefährlich ist, wie manche kritische/die daran beteiligten Wissenschaftler sagen - ich kann es nicht beurteilen, sondern nur "glauben"; momentan stehe ich dem ganzen mit neutralem Interesse gegenüber .... ändern kann ich ja eh nix .
Und was das derzeitige (gesellschaftliche) Weltbild angeht: Das ist in meinen Augen, gemessen am Stand wissenschafticher Erkenntnisee, zB Quantenphysik + Neurobiologie, ein Witz.
Eigentlich müssten die Kinder schon von klein an gefördert werden, dass ihre Synapsen sich flexibel entwickeln können, stattdessen geht es immer stärker darum, systemkompatible Arbeitstiere heran zu züchten, die nichts in Frage stellen, sondern bestmöglichst funktionieren. Wenn ich sehe, wie viele Eltern da begeistert bei der Sache sind, könnt ich kotzen.
Und die Quantenphysik stellt eigentlich alles in Frage bzw weist auf dessen illusionären Charakter hin.
Naja, was soll`s.
Es gibt auch Menschen, die Jahrtausende alte Bücher aus unterschiedlichen Kulturkreisen lesen + die heutzutage auftauchenden "wissenschaftlichen" Erkenntnisse als Bestätigungen dieser Texte mit gelangweiltem Schulterzucken zur Kenntniss nehmen.
Es wäre aber schön, wenn wirklich mal ein völliger Umschwung des individuellen wie gesellschaftlichen Denkens/Handelns einträte.
VG
Hermann _________________ Ich habe Ruhe gesucht in allen Dingen.
(Jes.Sir.24,11) |
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Andrea11 Site Admin
Anmeldedatum: 17.04.2008 Beiträge: 2263 Wohnort: Pune Indien
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Verfasst am: 12 Sep 2008 15:19 Titel: |
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Hallo Hermann,
| Zitat: |
| Eigentlich müssten die Kinder schon von klein an gefördert werden, dass ihre Synapsen sich flexibel entwickeln können, stattdessen geht es immer stärker darum, systemkompatible Arbeitstiere heran zu züchten, die nichts in Frage stellen, |
Leider nicht nur die Eltern, sondern auch die Lehrer. Passt ein Kind nicht in ein Schema wird es schwer.
Eine individuelle Förderung ist in dem normalen Schulsystem ja oft kaum möglich und ich kann auch verstehen dass eine gewisse Anpassung nötig ist um bei den großen Klassen überhaupt noch etwas zu vermitteln. Allerdings bei 3 Kindern und vielen Schulen habe ich auch da sehr unterschiedliche Umsetzungen feststellen können.
Der wesendliche Unterschied oder was mich in dem System gestört hat, ist mir aber erst in England wirklich bewusst geworden.
Eine englische Lehrerin die lange in Deutschland gelebt und gearbeitet hat, hat es ganz knapp auf den Punkt gebracht als ich sie darauf ansprach.
„In Deutschland wird an den Schwächen gearbeitet in England an den Stärken.“
Das heißt nicht dass die Lütten hier in England wenn sie eher sprachbegabt sind nicht das kleine Einmaleins lernen müssen, aber der Schwerpunkt wird bei dem Kind immer das Wort sein und das wird akzeptiert und gefördert.
Erstaunt bin ich immer noch wie gleichwertig Wissenschaft, Musik, Sport oder Kunst gewertet werden.
Musikunterricht, Werken oder Malen werden nicht als Nebenfächer einfach abgetan sondern wichtig genommen.
Eigene Gedichte selbst der ganz Kleinen werden gedruckt als Bücher stolz den Eltern übergeben und nicht in selbst gemalten Herzen vorgefertigte Muttertagsgedichte in Schönschrift übertragen.
Auch in Musik und Kunst findet sich ja Mathematik und für manchen ist dies ihre Möglichkeit Zahlen in Schönheit umzusetzen und vielleicht ihr Weg zu rechnen.
Für meine Kinder hat diese Einstellung den Übergang in die englischen Schulen (auch da gibt es sicher gute und weniger gute) sehr leicht gemacht und ohne auf die Schwierigkeiten die wir in Deutschland hatten einzugehen haben sich diese hier doch fast ins Nichts aufgelöst.
Das größte Kompliment das ein Lehrer meinem Jüngsten mal gemacht hat war als er gesagt bekam „He is thinking outside the box” und das Tolle ist er darf stolz darauf sein.
LG
Andrea _________________ When preparing to travel, lay out all your clothes and all your money. Then take half the clothes and twice the money. |
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Wühlmaus
Anmeldedatum: 17.04.2008 Beiträge: 1903 Wohnort: plötzlich in Shanghai/China
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Verfasst am: 12 Sep 2008 22:31 Titel: |
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Um zum Anfang der Frage zurück zu kehren: Da ich einst selbst eine naturwissenschaftliche akademische Ausbildung erfahren habe, stehe ich der GrundlagenForschung per se erstmal positiv gegenüber
Und außerdem - es ist auch ganz primär die Neugier die die Menschheit weiter bringt. Ob dabei jedes DenkModel zu einer neuen Erkenntnis führt steht auf einem anderen Blatt. Und Neugier fordert oft genug Mut. Zögerlichkeit bremst viel zu oft und zu stark.
So kann ich die Neugier auf neue Erkenntnisse oder der Verifizierung theoretischer Übungen bestens nach vollziehen. Ob es bei diesen Experimenten wirklich zu bedrohlichen Ereignissen kommen kann - ich wage es nicht zu beurteilen, aber zu bezweifeln.
Dann ist da aber noch ein ganz anderer Aspekt der für mich nicht minder wichtig ist Klar, diese Anlage hat viel, sehr viel Geld gekostet. Aaaaber für mich ist das ein absolut bewundernswertes Bau- ja beinahe KunstWerk. Vor den Menschen, die dieses Experiment erdacht, geplant und dann in einem funktionsfähigen Etwas realisiert haben, hab ich den allerhöchsten Respekt. In meinen Augen sind auch das Künstler unserer modernen Zeit!
Ja - Hermann, gerade in der (Natur)Wissenschaft gibt es reichlich gepflegte NeuRosen, aaaaber dieses gigantische Projekt ist ein Internationales und es werden in den nächsten Jahren unzählige internationale Gruppen dort zusammen und nicht gegeneinander arbeiten und versuchen soviel als irgend möglich aus dieser Anlage an ForschungsErgebnissen heraus zu holen. Die Kontakte, die dabei entstehen sind unbezahlbar - nicht (nur) was eventuelle BerufsKarrieren und BerufsNetzWerke anbelangt. Mindestens genauso wichtig sind die Kontakte auf persönlicher Ebene, denn die stehen über all den politischen Konflikten und Spannungen und helfen häufig, die "offiziellen" Konfrontationen der politischen Ebenen zu unterlaufen. Es fällt mir schwer das richtig zu beschreiben, aber ich spreche da auch etwas aus eigener Erfahrung. Zu Zeiten des noch sehr kalten Kalten Krieges konnten an "meinem" Institut Polen, RotChinesen, Syrer, Palästinenser und Amerikaner ihre Diplom/DoktorArbeiten schreiben und gemeinsam mit Amerikanern ihre Experimente durch führen. Auf den daraus resultierenden Publikationen wurden ALLE genannt, die an den Ergebnissen beteiligt waren.
Ähnliches habe ich an dem Institut erlebt, an dem mein Mann promoviert hat. Durch diese wissenschaftlichen Kontakte wurde uns seinerzeit eine fantastische Rußlandreise mit vielfältigsten Kontakten ermöglicht und ebenso ein längerer USA-Aufenthalt. Dadurch entstehen Kontakte und Einsichten in andere Kulturen, die sonst nicht zu bekommen sind und die ein ganz anderes Verständnis für Vieles mit sich bringen.
Dieses RiesenExperiment unter Genf besteht für mich aus weit mehr als aus zwei gegenläufigen ProtonenStrahlen!!! _________________ WühlmausGrüße
Das Leben ist voller Überraschungen und ich versuche, das Beste daraus machen... |
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Andreas
Anmeldedatum: 28.04.2008 Beiträge: 38 Wohnort: Region Hannover
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Verfasst am: 13 Sep 2008 11:55 Titel: |
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| Wühlmaus hat Folgendes geschrieben: |
| Dieses RiesenExperiment unter Genf besteht für mich aus weit mehr als aus zwei gegenläufigen ProtonenStrahlen!!! |
Auf die Vergangenheit bezogen stimmt das zumindest schon. "Das CERN wurde gegründet, um zu verhindern, dass WissenschaftlerInnen aus dem kriegszerstörten Europa in die USA abwandern. Cern war ein Kind des jungen Friedens, des neuen Europa." Auch wurde am CERN die Idee des World Wide Web auf den Weg gebracht und die Beschleunigerringe auch für die Forschung in der Tumortherapie genutzt.
Die aktuelle Entwicklung des World Wide Grid am CERN ist sicherlich auch nicht uninteressant und nicht nutzlos, setzt allerdings nicht unbedingt einen Teilchenbeschleuniger voraus  |
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Andrea11 Site Admin
Anmeldedatum: 17.04.2008 Beiträge: 2263 Wohnort: Pune Indien
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Verfasst am: 13 Sep 2008 14:59 Titel: |
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| Zitat: |
| Auch wurde am CERN die Idee des World Wide Web auf den Weg gebracht |
Leider hat die Vernetzung auch ihre Probleme, sie macht angreifbarer wie der Hackerangriff zeigt.
Ob man etwas unbedingt braucht ist doch nicht immer die Frage in der Wissenschaft, wozu braucht man immer wieder neue Primzahlen (na ja vielleicht um Zugänge besser zu verschlüsseln ) wie jetzt wieder neu bekannt gemacht?
Brauchen ist immer eine sehr weite Frage, die auch schon im eigenen Leben (Haus) anfängt. Ich brauche auch nicht immer neue Gerichte, neue Weine (überhaupt Wein ), neue Eindrücke durch Reisen aber empfinde sie trotzdem als eine Bereicherung in meinem Leben, die ich mir leiste, sicher könnte ich diese Geld auch anders verwenden und nicht nur für mich. Einer Nutzen-Kostenanalyse im klassischen Sinne würde mein Lebensstil aber nicht standhalten
Stellen da nicht neue Erkenntnisse in der Wissenschaft auch eine Bereicherung für die Menschheit da, die auch eine Berechtigung hat ohne immer auf die Kosten zu gucken?
LG
Andrea
PS
fand ich lustig und meine Kinder auch
Cern Rap _________________ When preparing to travel, lay out all your clothes and all your money. Then take half the clothes and twice the money. |
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Hermann
Anmeldedatum: 22.04.2008 Beiträge: 82
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Verfasst am: 15 Sep 2008 17:36 Titel: |
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@ Andrea:
Das ist ja dann positiv für Deine Kinder, dass es in GB anders gehandhabt wird als hier + auf die individuellen Stärken eingegangen wird. Klingt gut.
@Wühlmaus:
| Zitat: |
Und außerdem - es ist auch ganz primär die Neugier die die Menschheit weiter bringt. (...) Und Neugier fordert oft genug Mut. Zögerlichkeit bremst viel zu oft und zu stark.
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Wissenschaft + vor allem Wissenschaftler leben mE nicht in einem von anderen Menschen getrennten Raum, in dem sie ihrer Neugier nachgehen können, ohne jegliche Form von Rücksicht auf ihre Mitwelt bzw Nachwelt zu nehmen.
Auch wenn sie sich selber gerne so sehen.
Die Tatsache, dass es so etwas wie ein "Embryonenschutzgesetz" gibt/geben muss, spricht für mich Bände. Und auf Mengeles "Forschungen" in Auschwitz verweise ich erst gar nicht.
Dürrenmatt hat die Problematik in "Die Physiker" angeschnitten, Hans Jonas hat in "Das Prinzip Verantwortung" eine Ethik skizziert, in der von der Gesellschaft + vor allem von Wissenschaftlern ein hohes Maß an Kritik/Selbstkritik, was wissenschaftliche Forschung + deren etwaige Folgen angeht, gefordert wird.
Die Menschheit lebt nunmal nicht mehr in der Steinzeit + spielt mit ein paar harmlosen Faustkeilen rum, sondern hat einen Stand der Technik erreicht, der, neben seinen durchaus positiven Seiten, das Potenzial hat, den Planeten zu vernichten (Atomkraft usw) bzw massiv zu schädigen. Wenn der zukünftige Direktor des CERN in einem FAZ Interview letzte Woche auf die Frage, ob das Experiment sicher sei, lapidar mit "Ja" antwortet und (sinngemäß) hinzufügt, in dem Experiment würde nur wiederholt, was die Natur auch schon gemacht habe - dann frage ich mich schon, ob die Sache wirklich so einfach ist, oder ob es sich um einen schweren Fall von Größenwahnsinn handelt.
Es ist sicherlich schön, dass/wenn Wissenschafler unterschiedlicher Länder/Kulturen/Polit-Blöcke zusammenarbeiten, diese Zusammenarbeit gibt es aber auch in andern Bereichen, zB Kultur, Politik/Menschenrechte, Religion, Ökologie usw. Es ist in meinen Augen weniger das eigentliche Interessensgebiet, das vereint, sondern eher das an-etwas-Interessiert-Sein.
Das war Folge siebentausendachthundertvierunddreißig aus der beliebten Serie :"Hermann + wie er die Dinge sieht."
VG
Hermann _________________ Ich habe Ruhe gesucht in allen Dingen.
(Jes.Sir.24,11) |
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Wühlmaus
Anmeldedatum: 17.04.2008 Beiträge: 1903 Wohnort: plötzlich in Shanghai/China
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Verfasst am: 15 Sep 2008 22:57 Titel: |
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| Zitat: |
| ... diese Zusammenarbeit gibt es aber auch in andern Bereichen, zB Kultur, Politik/Menschenrechte, Religion, Ökologie usw. Es ist in meinen Augen weniger das eigentliche Interessensgebiet, das vereint, sondern eher das an-etwas-Interessiert-Sein. |
Und genau dieses InteressiertSein ist das, was ich auch mit Neugier beschreibe und zum Glück gibt es das nicht nur in den NaturWissenschaften!! Aber das ist leider eine Eigenschaft, die ich z.B. in meinem jetzigen ArbeitsUmfeld so vermisse Oft gilt da: GedankenKreisGrenze = LandKreisGrenze...
Sicher ist es aus den Erfahrungen besonders der jüngeren Geschichte und aus dem heutigen WissensStand heraus noch notwendiger geworden, Abwägungen zu treffen. Gleichzeitig wird es auch immer schwieriger die Folgen ab zu schätzen.
Du meinst man kann die ethischen Probleme, die sich aus der "EmbryonalForschung" (ein für mich ganz schreckliches Wort!!) ergeben, mit den Folgen der Erforschung der Protonen-ProtonenKollision vergleichen??
Auch wenn (oder weil??)für mich ein Leben ohne Neugier eine Form von StillStand bedeutet, hat Folge siebentausendachthundertvierunddreißig zumindest ein erweiterteres/intensiveres Nachdenken meinerseits erreicht  _________________ WühlmausGrüße
Das Leben ist voller Überraschungen und ich versuche, das Beste daraus machen... |
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Hermann
Anmeldedatum: 22.04.2008 Beiträge: 82
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Verfasst am: 16 Sep 2008 16:45 Titel: |
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| Wühlmaus hat Folgendes geschrieben: |
| Du meinst man kann die ethischen Probleme, die sich aus der "EmbryonalForschung" (ein für mich ganz schreckliches Wort!!) ergeben, mit den Folgen der Erforschung der Protonen-ProtonenKollision vergleichen?? |
Nö.
Es geht mir ja nur darum, Wühlmaus, dass uU Folgen entstehen, vllt schon direkt durch das Experiment, die sehr zerstörerisch sein können; der dt. Physiker, der gerichtlich dagegen vorgegangen ist, wird sich wohl was dabei gedacht haben. Und auf die Frage, ob das Experiment sicher sei, einfach nur mit Ja zu antworten ....
Embryonalforschung ist für mich ein Frontalangriff auf die Menschenwürde, der Versuch am CERN hätte ja nur dann einen negativen Effekt, wenn er schief laufen würde. Und uU lassen sich die Ergebnisse militärisch ausschlachten.
Ich finde Quantenphysik, soweit ich sie verstehe , seeehr interessant, wenn alles klappt, werden sicher/hoffentlich einige interessante Entdeckungen stattfinden.
VG
Hermann _________________ Ich habe Ruhe gesucht in allen Dingen.
(Jes.Sir.24,11) |
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Nevis

Anmeldedatum: 24.03.2009 Beiträge: 196 Wohnort: Karlsruhe
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Verfasst am: 28 Apr 2009 17:44 Titel: |
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Und kennt ihr auch diesen Urknall?
| Zitat: |
Die Luzerner Fasnacht bricht am Schmutzigen Donnerstag, um fünf Uhr in der Früh mit dem Urknall über die Stadt herein und entlädt sich wie ein Gewitter über den Stadtkern. Dieser Fasnachtsregen verzieht sich erst wieder am Aschermittwoch im Morgengrauen. In dieser Zeit taucht Luzern ein in ein fasnächtliches Straßentheater, das von Kreativität, Spontaneität, Rhythmus und Lebensfreude nur so sprüht. Die Musikgruppen ziehen durch die Gassen und mit ihnen Tausende von Passanten in ihren Kostümen. Auf den Plätzen halten die Gruppen, formieren sich und lassen es so richtig krachen. Zum Aufwärmen ziehen die Musikgruppen in die "Beizen", mischen sich unter die Gäste und spielen zum Dank für die Freirunde wieder ein flottes Stück. So geht das den ganzen Tag, bis am Nachmittag der "Fritschiumzug durch die Straßen zieht, wo Zehntausende Spalier stehen. Dann werden Orangen von den Wagen geschmissen und es fliegen Bonbons durch die Luft. Am Kapellplatz umkreist der Fritschiwagen den Fritschibrunnen. Auch die Brunnensäule trägt Masken, die Fritschi und seine Fritischene zeigen. Anschließend zieht der Umzug weiter in die Neustadt.
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http://www.schwarzaufweiss.de/schweiz/luzern1.htm |
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