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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 29 Apr 2008 19:27     Titel: Antworten mit Zitat

Gerne Very Happy
LG
Andrea
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When preparing to travel, lay out all your clothes and all your money. Then take half the clothes and twice the money.
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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 30 Apr 2008 07:45     Titel: Antworten mit Zitat

Vor fast 2 Jahren bin ich nun nach England gezogen und habe hier inzwischen auch etliche Kochkurse besucht und manch ein Eindruck hat sich auch geändert, hier was ich damals geschrieben habe

Kulinarisches

Die Köstlichkeiten Englands wollte ich wirklich ganz tapfer probieren, auch wenn der Plumpudding im Winter mich schon sehr satt gemacht hat.
Ich wurde dann auch gleich zu einem sehr guten Butcher geführt (die kleinen Läden sind hier garnicht so leicht zu finden) und mir die Hausgemachten Pies wärmstens empfohlen, auch wenn mir bei dem Wetter eher der Sinn nach Wühlmausens kalten Eis steht.
In den Auslagen zur Straße hin lag neben Lamm und Rind auch noch allerlei an Gekröse das einem Anatomiestudenden sicherlich entzückt hätte, aber das Fleisch selber sah sehr gut aus und auch ohne Zewawischundwegunterlage wie in Deutschland bleiben die Säfte da wo sie hingehörten, im Fleisch drin.
Engländern ist vor einem Fettrand anscheinend nicht bange, den schleppt er tapfer mit sich auch auf den Hüften weiter und so ist die Qualität von englischen Salzlamm und Angusrind wirklich eine Klasse für sich. (ich klammere hier jetzt mal alle Krankheiten ein bezw. aus)
Bekannt ist aber dieser Metzger für seine Pies die mit unterschiedlichen Füllungen und Zubereitungsarten angeboten werden.
Von außen versprechen diese herzhaften Gebäcke wirklich einen Gaumenschaus und man sollte sie sich kaufen, tieffrieren und zum Appetitmachen vor den Mahlzeiten kurz bei Tisch vorführen.
Aber nie, wirklich nie solltest du ihr Inneres erforschen wollen, nein diese Pies wollen ihre Geheimnisse weiter in sich verbergen und bewahren, bis das die Mülltonne euch scheidet. (Abfallwirtschaft in UK wäre auch noch ein sehr ergiebiges Thema)
Aber damit nicht genug, auch zu dieser Variante der Pies gibt es noch eine Steigerung, die verspricht auch noch den Makel der äußeren Schönheit der Pies zu verhüllen, damit sich der Esser ganz und gar auf den Geschmack konzentrieren muss, um die vollendete Kombination der Füllung auch würdigen zu können ohne banale optische Ablenkung.
Hierzu bekommt die Pie nicht einen knusprig braunen Anstrich im Ofen sondern wird, damit sich alle Geschmäcker auch verbinden und verabschieden können über Stunden wie ein Pudding im Wasserbad gegart damit der Inhalt sich in eine Prothesenfreundliche Masse verwandelt und die Teighülle ihre Aufgabe als gummiartige Membran gerecht wird.
Steigern kann dies nur ein Gesellschaftliches Ereignis, das ich mir aber für einen späteren Zeitpunkt aufhebe, den Sunday roast der nicht nur einen Einblick in die kulinarische Erlebniswelt der Engländer bietet sondern auch zu soziokulturellen Studien einlädt.
Davon aber ein anderes Mal mehr.
Geschmackvolle Grüße
Andrea


Ich kann den Teiglingen auch heute noch nicht wirklich viel abgewinnen, muss also an mir liegen Cool

Was ich jedoch inzwischen schätze sind die mit Kartoffelpüree überbackenen Pies und ein paar nette Abwandlungen.
Dazu später mehr.

LG
Andrea
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Rapunzel



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BeitragVerfasst am: 30 Apr 2008 11:51     Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Andrea,

Zitat:
hier was ich damals geschrieben habe
Hast Du noch mehr von Deinen Berichten damals? Ich erinnere mich an köstliche Unterhaltung. Wink
_________________
Grüße von Rapunzel
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Wühlmaus



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BeitragVerfasst am: 30 Apr 2008 21:12     Titel: Antworten mit Zitat

Mr. Green
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WühlmausGrüße

Das Leben ist voller Überraschungen und ich versuche, das Beste daraus machen...
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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 01 Mai 2008 06:55     Titel: Antworten mit Zitat

Leider sind die meisten Berichte von damals nicht gespeichert Embarassed , waren doch über 6 Seiten aber den habe ich noch gefunden


"Ich komme zum Tee."


Diese schlichte Ankündigung kann eine Kaffeetrinkerin in England schon zur Verzweifelung bringen, besonders sie wenn nur ihre ganzen gesammelten Vorurteile und das Internet zur Rate ziehen kann, was denn genau mit einem Tee gemeint ist.
Was fällt einer Deutschen Kaffeetrinkerin also anderes ein, als der Fünfuhrtee, den man ja schließlich schon im Englischunterricht vor 25 Jahren in seinem Lesebuch kennen gelernt hatte.
Der passende Tee wurde zum Glück schon als Willkommensgeschenk vom landlord besorgt und steht seid dem unberührt im Küchenschrank neben dem Brittafilter der das Wasser auf die richtige Härte bringt und den Chlorgeschmackt hoffendlich schluckt, sonst greift man doch besser zur Mineralwasserflasche.
Da Tee nun etwas wenig wäre, was bietet man an, landestypisches wie Gurkensandwich (klingt einfach, aber ich krieg es nie so hin das es so aussieht und schmeckt wie es anscheinend soll und mag sie nicht), Scones (pures Hüftgold) und Teekuchen (gibt es fertig zu kaufen) oder bietet man dem Gastland einen Überblick über die deutsche Kaffeeklatschkultur und bereitet einen Bienenstich oder Schwarzwälder Kirsch?
Meine verklärten Vorstellungen der englischen Variante der Teezeremonie wurden schnell in ein sehr nüchternes Licht gerückt.
Während wohl ursprünglich der Tee zur Überbrückung der Wartezeit zwischen Lunch und Dinner dienen sollte ersetzt er ganz praktisch heute das Abendessen wenn man eingeladen wird (oder sich selber einlädt wenn man zu Besuch ist, einfach sagen man bleibt zum Tee) und es wird eine durchaus sättigende Mahlzeit erwartet, bei der Tee noch nicht mal vorzukommen braucht.
Noch praktischer gestaltet sich dies wenn die eigenen Kinder bei Freunden spielen, kündigt man an, man würde die Kinder nach den Tee abholen um etwa 6.30Uhr erwartet man, dass die Kinder gesättigt und fertig für die Nacht einem übergeben werden und man selber nur noch das Essen für sich und Mann richten muss.
Das die Kinder vor den Erwachsenen abgefertigt werden mit Essen und die Erwachsenen erst viel später essen ist gang und gebe, leider schlägt sich dies auch äußerst unschön in den Tischmanieren der Kinder wieder, die anscheinend nie gelernt haben, dass man ein Essen gemeinsam beginnt und Messer und Gabel keine Kampfinstrumente aus dem Gameboy sind, sonder man damit, auch ohne Zuhilfenahme der Finger, sein Essen klein schneiden und in den Mund befördern kann. Damit die Verdauung auch reibungslos klappt ist es anscheinend auch förderlich den Tisch mal immer wieder für kurze Zwischenspurt zu verlassen.
Das führt leider dazu, dass meine Kinder in Restaurants erst erstaunt und dann völlig enthemmt versuchen den Mangel unserer Erziehung in dieser Hinsicht durch doppelte Anstrengung zu kompensieren.

Allerdings es gibt sie doch immer noch, auch wenn man sie suchen muss, die wirklich gemütlichen Teerunden, die Restaurants in denen selbst die kleinen Jungs Gentlemen sind und die Mädchen Prinzessinnen, aber ich fürchte sie sind eine aussterbende Rasse im Land der Convenience-Produkte.

LG
Andrea


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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 01 Mai 2008 13:11     Titel: Antworten mit Zitat

Toad in the Hole

Toad in the Hole is a traditional British dish consisting of pork sausages set in a Yorkshire-pudding mix.
Served with vegetable and Gravy, it's a tasty meal with a fantastic name.

A vivid name that conjures up images of fresh flippers sticking out of baked batter and a felt frog's throat cut midway through "It's not Easy Being Green".

(aus 'Sausage in a Basket' The Great British Book of How Not to Eat)

Die Kröte im Loch ist in UK ein beliebtes Kinderessen und noch dazu einfachst zu machen.

6 Bratwürstchen in eine Auflaufform geben und bei 220°C mit einem Löffel ÖL 10 Minuten Vorbräunen.

Die Engländer stellen die Form nach der Zeit dann noch mal auf den Herd damit das Öl rauchend heiß wird und die Pfannkuchenmasse gut aufgeht, aber man kann die Masse auch nach den 10 Minuten direkt darüber geben.

Dazu einfach
300ml Wasser, Milch, Bier oder ein Gemisch mit
150g Mehl
2 Eiern
Salz Pfeffer und wenn man mag Kräutern verrühren

Zurück in den Ofen und in etwa 20 Minuten fertig backen.

Meine Kinder vertragen kein Ei, daher wird bei uns dies durch 1 Teel Backpulver und 1 Eßl Reismehl mit 40ml Wasser verquirlt ersetzt.




Heute wird das Gericht fast ausschließlich mit Würstchen hergestellt, aber der Ursprung ist ein Resteessen, es eignet sich auch übergebliebenen Hackbraten oder andere Bratenreste wenn zu wenig ergänzt mit Eiern genauso gut und um dem Grün gerecht zu werden auch mit Gemüse geht es hervorragend. Dazu kann man auch sehr gut 150g geriebenen Käse unter den Teig geben.



LG
Andrea
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Rapunzel



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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2008 16:24     Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Ich komme zum Tee."
Das war schön. Very Happy
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Grüße von Rapunzel
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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 09 Mai 2008 07:12     Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann leider die waren Kultur Englands die Indische Küche nur sehr eingeschränkt genießen da mir bei dem Essen öfter die Luft wegbleibt, nicht nur wegen der Schärfe.
Vielleicht sollte ich jetzt aber doch mal einen ausgedehnten Besuch anstreben bei den führenden Imbisbuden (Gewürze sollen ja auch desinfizierend wirken) bevor es sie nicht mehr gibt oder die PReise unerschwinglich werden.

EINWANDERUNG IN ENGLAND
Kulturkampf um Curryköche

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,548975-2,00.html

LG
Andrea
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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 09 Sep 2008 17:21     Titel: Apfel Cheddar Scones Antworten mit Zitat

Scones mal herzhaft und als lecker befunden



Apfel Cheddar Scones

225g Weizenmehl
mit
1 Teel Salz
2,5 Teel Backpulver
und
50g Butter zu Streuseln mehr verreiben als Verkneten

Schnell mit
1 Teel Senfpulver oder auch Thymian oder Majoran
50g grob geriebenen Cheddar und
einem großen säuerlichen geraffelten Apfel
sowie
100ml Milch
zu einem feuchten Teig verkneten

Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa 2cm mit bemehlten Fingern flachdrücken

Mit einem runden Ausstecher (geschätzte 6cm) etwa 12 Scones ausstechen wie bei Plätzchen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech legen und mit Käse nach Geschmack mehr oder weniger dick bestreuen (etwa 50g insgesamt)
Bei 200°C (Unluft 175°C) backen bis sie schön goldgelb sind, etwa 15 Minuten


Mit Schinken und Brunnenkresse haben sie uns besonders gut geschmeckt.




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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 11:03     Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin ja kein großer Freund von Christstollen und Co und konnte mich somit auch nicht wirklich mit den ganzen mit Trockenfrüchten und kandierten Varianten überladenen Weihnachtsgebäck in England anfreunden.
Daher habe ichin einem Kochseminar hier eine nette Alternative gezeigt bekommen für einen Weihnachtspudding.
Ein Pudding ist eine traditionell im Wasserbad gegarte Speise (das dies Heute auch anders geht später).
Was wir dank dem Doktor als Pudding kennen ist ein Flammeri und natürlich nicht minder lecker.
Hier soll es jetzt aber um einen „echten“ Pudding gehen. Da ich annehme das niemand mehr die klassische Puddingform besitzt und die Anschaffung auch nicht unbedingt für einmal ausprobieren lohnt stelle ich euch eine moderne Variante vor von einem Schokoladenpudding.
An die Schüsseln fertig…..

"Triple" Chocolate Christmas Pudding

Wobei man diesen Pudding auch durchaus nur mit einer Schokosorte machen kann, ich habe ihn auf den Bildern nur mit Dunkler Schokolade gebacken, und er auch nicht nur zu Weihnachten schmeckt.

Wir brauchen
110g Dunkle Schokolade oder Kuvertüre
100g Sahne
70g braunen Zucker

60g Butter
Alles in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen oder in einer Schüssel in der Mikrowelle

70g Weißbrot oder Kuchenkrümmel (einfach altes Brot oder trockenen Kuchen in der Küchenmaschine oder auf der Reibe zu Paniermehl verarbeiten)
20g Cacaopulver
2 Eier
110g Mehl


in die leicht abgekühlte Schokoladenmischung rühren

110g weiße Schokolade
70g Milchschokolade

oder eine adäquate Menge anderer Schokolade z.B. Weihnachtsschokolade
in Stücke brechen einfach den vorgegebenen Riegelgrößen folgen, es sollen richtig schöne große Stücke sein (1cm bis 1,5cm)
Wer mag kann jetzt auch noch 70g kandierte Früchte hinzufügen und alles unter den Teig rühren.

Fertig ist die Masse, kein Backpulver, der Pudding soll kompakt werden und die Schokostückchen geschmolzen herauslaufen

Es gibt nun 2 Möglichkeiten ihn zu backen, in einer großen Form oder in 6 Portionsförmchen a 200ml
Ich finde die letzte Variante schöner. Dazu verwendet man einfach fertig zu kaufende Plastikdosen (Tupper oder ähnliches) fettet diese und gibt die Masse hinein, 2 Drittel hoch nicht mehr.



Diese werden dann über Wasserdampf entweder in einem Steamer oder einfach in einem Topf mit Gemüsesieb oder einem Dampdrucktopf (Deckel nur lose Schließen) 45 Minuten gegart

Dann läst man sie kurz stehen und gibt sie in ein Sahnebad zum Aufessen


Die fertigen Puddings lassen sich hervorragend einfrieren in den Portionsformen und dann einfach über Nacht auftauen und eine Minute in der Mikrowelle erwärmen.


Alternativ kann man die Förmchen auch in der Mikrowelle garen, klappt toll.
Pro Form eine Minute bei voller Leistung (850W) dann 2 Minuten mit halber Kraft (350W) muss ausprobiert werden da Variationen von Gerät zu Gerät bestehen
5 Minuten ruhen lassen und stürzen. Der Teig geht in der Mikrowelle besonders gut auf, daher die Form nur halb voll machen.

Wem das alles zu kompliziert ist, der füllt den Teig in eine gut gefettete Backform (22cm) und schiebt ihn für 35-40 Minuten in den 180°C heißen Ofen, wird dann eher Kuchenartig aber nicht minder lecker.


Hier in England wird dazu auch Brandy Butter gegessen, ich persönlich mag dies nicht so gerne, möchte es aber nicht unerwähnt lassen.
Dazu einfach die gleiche Menge Butter mit Zucker verschlagen und Brandy unterrühren.

Guten Appetit
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Zuletzt bearbeitet von Andrea11 am 08 Dez 2008 12:10 , insgesamt 2-mal bearbeitet
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Anemone



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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 11:32     Titel: Antworten mit Zitat

Danke Andrea für dieses Rezept.
Sieht guuuut aus!!! Smile

An Weihnachten sind wir bei Töchterchen zum Essen eingeladen, da wär das ein schönes Dessert das ich mitbringen könnte.
Wegen der Förmchen muss ich noch schauen.

Gleich mal ausdrucken.

LG Anemone
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Günther



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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 12:19     Titel: Antworten mit Zitat

Andrea11 hat Folgendes geschrieben:

Ein Pudding ist eine traditionell im Wasserbad gegarte Speise (das dies Heute auch anders geht später).
Was wir dank dem Doktor als Pudding kennen ist ein Flammeri und natürlich nicht minder lecker.
Hier soll es jetzt aber um einen „echten“ Pudding gehen. Da ich annehme das niemand mehr die klassische Puddingform besitzt und die Anschaffung auch nicht unbedingt für einmal ausprobieren lohnt stelle ich euch eine moderne Variante vor von einem Schokoladenpudding.


Die bekannten britischen Gerichte als einzig "echten" Pudding zu bezeichnen, ist typisch britische Überheblichkeit - genau so wie dieses Volk bei der EU durchsetzte, nur das Produkt mit Zitrusfruchtbasis als "Marmelade" zu kennzeichnen (Der Begriff Marmelade kommt vom portugiesischen marmelo, der Quitte....).
Der kontinentale Pudding ist nur bedingt mit dem Begriff Flammeri gleichzusetzen, und war schon vor dem angesprochenen Doktor eine Süßspeise.

Ein paar Zitate dazu:

"In Großbritannien bezeichnete Pudding ursprünglich ein aus Brot, Gemüse oder Fleisch bestehendes Gericht, vor allem in Varianten, die aus der traditionellen englischen oder schottischen Küche stammen. Ein Pudding wird in einer Form im kochenden Wasserbad zubereitet oder gedämpft. Beispiele sind Black Pudding (im Prinzip eine Blutwurst), Haggis oder der traditionelle süße Christmas Pudding. Einen Sonderfall stellt der Yorkshire-Pudding dar, eine herzhafte gebackene Teigware, die mit Roastbeef serviert wird. In der schottischen Küche wird ein süßer Pudding in der Art des Christmas Pudding als Clootie dumpling bezeichnet (clootie = Tuch, dumpling = Kloß). In Scheiben geschnitten, wird er in Schottland trotz der süßen Zubereitung auch mit Schinken und Eiern gebacken zum Frühstück gegessen.
....................
Das englische Wort bezeichnete ursprünglich die runde und knödelartige Form, abgeleitet vom Lateinischen botellus für Wurst.
....................
Im Mittelalter wurden in England „black puddings“ wie Haggis und „white puddings“ auf Getreidebasis unterschieden. Zur Herstellung wurde immer ein Tierdarm als Form und Hülle verwendet.
.....................
Was in den USA und im deutschen Sprachraum als Pudding bezeichnet wird, ist eine Milchspeise, die im Englischen seit dem 19. Jahrhundert als milk pudding bezeichnet wird und als Kost für Kranke und kleine Kinder galt.
.....................
Laut Habs/Rosner taucht der Begriff Pudding im deutschen Sprachraum erstmals 1701 als „Poding“ in der Haus- und Landbibliothek eines Andreas Glorez in Mähren auf, spielte Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch noch keine wesentliche Rolle ...
.....................
Die Definition von Habs/Rosner Ende des 19. Jahrhunderts lautet „ein großer Kloß aus Mehl, Ei und Butter (...), der in einem Tuch oder einer Blechform in kochendem Wasser gar gesotten wird (...)“.
.....................
Die Bezeichnung Flammeri kommt vom englischen flummery, ursprünglich für Hafermehlbrei.

Heute werden die Bezeichnungen Pudding und Flammeri oft synonym verwendet, vor allem früher wurde aber zwischen beiden unterschieden...
....................."

Komplett:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pudding
http://en.wikipedia.org/wiki/Pudding

Genug Klugschiß Cool

Auch der berühmte "Mohr im Hemd" gehört zur Type "Pudding".....
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Andrea11
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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 12:31     Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab nur drauf gewartet Cool
Muss jetzt büffeln gehen.
LG
Andrea
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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 15:24     Titel: Antworten mit Zitat

So zurück.

Klar ist das etwas kleinkariert, aber ich muss sagen ich habe es auch genauso gelernt in meiner Ausbildung und da ich großzügig bin lasse ich den Briten gerne ihren Pudding und behalte meinen Flammeri. Laughing

Es wurde Zwischen Cremes, Flammeri und Pudding unterschieden und brav Grundrezepte gebüffelt in meiner Jugend.

Ich erinnere mich noch an einen Pudding aus meiner Kindheit Embarassed , dazu wurde die Puddingform mit Kohlblättern oder Wirsing? ausgelegt und dann mit einer Hackkartoffelmasse gefüllt, dazu gab es Tomatensoße.

Ich persönlich mag gerne einen Quinoa Blumenkohl Pudding, den man aber auch im Backofen zubereiten kann oder auch mit anderen Getreide.

Aber du hast mir da ein schönes Stichwort geliefert Marmelade. Ich glaube die mag man oder halt nicht.

Ich mag sie recht gerne zum Kochen und Backen zum Würzen aber nicht aufs Brot.

Wie wäre es mit einem Marmeladenhühnchen oder Rotebeete in Marmelade?

LG
Andrea
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BeitragVerfasst am: 08 Dez 2008 15:49     Titel: Antworten mit Zitat

Mal abseits der genauen Herstellungsfrage eines süßen Gerichtes und seiner Bezeichnung einen Einblick ins Eigenleben eines Inselvolkes

Aus Watching the English

Linguistic class Codes
Sweet

The upper-middle and upper classes insist that the sweet course at the end of the meal is called „pudding“- never the sweet or afters or dessert, all of which are déclassé, unacceptable words.
“Sweet” can be used freely as an adjective, but as a noun it is piece of confectionary- what the Americans call “candy”- and nothing else.
The course at the end of a meal is always “pudding” whatever it consist of: a slice of cake is pudding, so is a lemon sorbet.
Asking “Does anyone want a sweet?” at the end of a meal will get you immediately classified as middle-middle or below. “Afters” will also activate the class-radar and get you demoted.
Some American-influenced young upper-middles are starting to say “dessert”, and this is therefore the last offensive of the three- and the least reliable as a class indicator.
It can also cause confusions as, to the upper class; dessert traditionally means a selection of fresh fruit, served right at the end of a dinner, after the pudding and eaten with a knife and fork.


Einfach weil es so schön ist Twisted Evil
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